Karl Nolle, MdL

Sächsische Zeitung, 14.01.2002

Sachsen wollen neu wählen 74 Prozent dafür / SPD fordert keine Neuwahlen mehr

Biedenkopf-Nachfolge
 
DRESDEN. 74 Prozent der Sachsen wollen, dass ein Nachfolger für Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) durch Neuwahlen bestimmt wird. Das ergab eine von der SPD-Landtagsfraktion in Auftrag gegebene Umfrage des Leipziger Institutes für Marktforschung unter 1022 Bürgern. SPD-Fraktionschef Thomas Jurk sah sich dadurch bestätigt: „Die Sachsen haben 1999 Biedenkopf und nicht die CDU gewählt." Allerdings rückte die SPD am Freitagabend von der Forderung nach Neuwahlen ab. „Wir werden keine entsprechende Forderung in den Landtag einbringen", sagte Landeschefin Constanze Krehl nach einer Präsidiumssitzung. Grund sei die ablehnende Haltung der CDU-Mehrheit sowie der größeren Oppositionspartei PDS. Auch sie selbst hatte sich schon vorher gegen Neuwahlen ausgesprochen.
(SZ/gs/dpa)