Karl Nolle, MdL

Dresdner Morgenpost, 21.05.2001

Nolles "Wahrheit" über Biedenkopf

Jetzt kontert Nolle
 
DRESDEN. SPD-Mann Karl Nolle, seines Zeichens schärfster Kritiker von Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, ist unter die Humoristen gegangen. Nach dem Vorwurf Biedenkopfs, die Affäre Schevenstraße sei eine Intrige der SPD, kontert Nolle mit der „ganzen Wahrheit“.

Wahrheit 1: Nicht Kanzler Gerhard Schröder füttert mich mit Informationen, sondern Ex-Kanzler Helmut Kohl, den ich auf einem Weight-Watchers-Seminar am Wolfgangsee kennen gelernt habe. Wir einigten uns auf folgenden Handel: Helmut Kahl versorgt mich mit brisanten Informationen über seinen ehemaligen Lieblingsparteifeind. Im Gegenzug beschaffe ich Kohl über bestochene Küchenkräfte Frau Biedenkopfs geheime Diät-Rezepte, die ihr Koch unter dem Pseudonym Ingrid veröffentlichen will.

Wahrheit 2: Meine Mitstreiter sind keineswegs die Verlage Springer, Gruner+Jahr oder die Sunday Times. Vielmehr habe ich Doppel-Verbündete bei ehemaligen Agenten des KGB und FBI gefunden. Als Gegenleistung für den kostenlosen Druck von 1000 Exemplaren des Kommunistischen Manifests (Chiemsee-Sommerresidenz-Schmuckausgabe) stellten mir die Genossen zwei hochmoderne Wanzen zur Verfügung.

Wanze 1 befindet sich unter der Schnellkochplatte in der Küche Schevenstraße. Wanze 2 fährt in einem Triebwagen der Modelleisenbahn Biedenkopfs seine Runden. Leider werden die interessanten Übertragungen durch ständiges Trillerpfeifen des privaten Bahnbetreibers gestört. Offenbar weigern sich die drei Loks, wie inzwischen auch andere treue CDU-Landeskinder, die Kommandos des Königs zur Kenntnis zu nehmen.

Karl Nolle im Webseitentest
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